Die letzten Tage des Feuerwehrgerätehauses in Bierde sind endgültig gezählt. Die zuständige Feuerwehr-Unfallkasse hatte bereits 2007 im Rahmen einer Besichtigung gravierende Sicherheitsdefizite festgestellt. So wurden unter anderem die Mindestanforderungen an die Stellplatzgröße und damit an die Verkehrswege um die Fahrzeuge nicht erfüllt. Ein Bestandsschutz für das Feuerwehrhaus war nicht mehr gegeben, so dass im Ergebnis die Entscheidung für einen Neubau getroffen wurde. Um diesen normgerecht an gleicher Stelle errichten zu können, wurde dazu das benachbarte Grundstück angekauft. Damit wird auch die Anlage von Parkplätzen neben dem neuen Gebäude ermöglicht.
In einer Planungsgruppe, besetzt mit Vertretern aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr und der Verwaltung, wurden die feuerwehrtechnischen Anforderungen für die Ortswehr Bierde erarbeitet und anschließend zusammen mit einem Planungsbüro in den Plan des Neubaus integriert. Dieser ist in seiner Dimension und Ausstattung so bemessen, dass damit eine zukunftsweisende Standortsicherung einhergeht.

Geplant ist für die Fahrzeughalle eine Stahlkonstruktion mit zwei Einstellplätzen für die Einsatzfahrzeuge. Der sich anschließende Sozialtrakt wird in massiver Bauweise ausgeführt. Diese duale Ausführung hat sich bereits bestens beim Rethemer Rettungszentrum bewährt. Die entsprechende Baugenehmigung des Landkreises Soltau-Fallingbostel wird in Kürze erwartet.
Nicht unerhebliche Mittel in Höhe von 320.000 € sind für die mit Abstand größte Einzelinvestition im Jahr 2010 insgesamt im Haushalt der Samtgemeinde bereitgestellt. Ein Teil der Kosten wird aus dem Konjunkturpaket II gefördert, aber auch die Feuerwehrangehörigen wollen dort, wo es möglich ist, unentgeltlich Eigenleistungen erbringen. „Diese beträchtliche Investition zeigt vor dem Hintergrund der angespannten Finanzlage den hohen Stellenwert, den die Freiwillige Feuerwehr in der Samtgemeinde innehat. Die Bereitschaft, sich hier zu engagieren verdeutlicht aber auch das große persönliche Engagement der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte“, freut sich Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige. Über die Auftragsvergaben an die ausführenden Unternehmer hat der Samtgemeindeausschuss in seiner Sitzung am 23.06.2010 entschieden, so dass die Bauarbeiten nach Erhalt der Baugenehmigung beginnen können.
Während der Bauzeit bleibt die Ortswehr Bierde auch ohne eigenes Feuerwehrgerätehaus einsatzfähig, so dass sich in dieser Hinsicht niemand Sorgen machen muss. Die Sirene wurde dazu vom Dach des alten Gebäudes bereits auf einen Mast umgesetzt. Von dort aus wird sie künftig die Feuerwehrkräfte zum Einsatz alarmieren.