Wiederaufbau hat begonnen.

Die Arbeiten an der Bockwindmühle sind soweit vorangeschritten, dass der komplett restaurierte Mühlenkasten wieder auf dem Hausbaum montiert ist. Im Zuge der Restaurierungsarbeiten des Mühlenkasten wurden die Wendeleisten, Mehlleisten, Dachleisten, Balkenlage die Jungfern- und Sturmsäule sowie diverse Streben demontiert und gemäß den historischen Originalbauteilen neu gefertigt und montiert.

Der Wiederaufbau ist mittels eines 160 Tonnen Krans erfolgt. Dieser hat den den  Mühlenkasten aufgenommen und  ihn wieder auf den Hausbaum gesetzt. Anschließend wurde der Dachstuhl mit der neuen Lärchen Holzschindeleindeckung montiert. Die Arbeiten sind am Donnerstag, dem 18.12.2104 durchgeführt worden und haben ca. 3 Stunden gedauert.

Die Mühle wird anschließend „winterfest“ gemacht. Damit werden die Arbeiten für dieses Jahr  beendet. Am 05.01.2015 wird mit der Montage der Holzverschalung des Mühlenkastens begonnen. „Die Restaurierung der Bockwindmühle liegt weitgehend im ursprünglich vereinbarten Zeitrahmen, auch der Kostenrahmen wird zum jetzigen Zeitpunkt eingehalten“, so Stadtdirektor Cort-Brün Voige. Für Anfang Februar 2015 wird mit dem Abschluss der Sanierung gerechnet.

 

Die Sanierung dieses historischen und technischen Baudenkmals erfolgt in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege des Landkreises Heidekreis. Die Grundlage der nun durchzuführenden Sanierung ist im normalen Lebenszyklus einer Bockwindmühle begründet. Für Holzbauwerke dieser Art ist nach der Feststellung von Fachleuten ca. alle 30 Jahre eine Generalüberholung erforderlich. Die Lebensdauer der aus Lärchenholz gefertigten Windmühlenflügel wird mit ca. 35 Jahren angegeben. Alle rd. 60 Jahre wird dann eine Grundsanierung mit einer kompletten Demontage und einem Neuaufbau der Bockwindmühle erforderlich.

 

Die Gesamtkosten der Maßnahme sind mit rd. € 150.000 kalkuliert. Die Finanzierung dieser Grundsanierung der Bockwindmühle wird insbesondere durch die finanzielle Förderung aus Leader-Mitteln (T€ 81,6), Niedersächsische Bingo-Lotto Stiftung T€ 20) und der Niedersächsische Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Kreissparkasse Walsrode (T€ 10) möglich. Weitere Mittel wurden von der Landschaft des Fürstentums Lüneburg, der Volksbank Lüneburger Heide e.G. sowie von der Naturstrom Groß Eilstorf GmbH & Co.KG beigesteuert. Für die Stadt Rethem verbleibt voraussichtlich ein Eigenanteil in Höhe von € 30.000 bis € 35.000.

 

Bockwindmühle

Bockwindmühle im Londy-Park Rethem (Aller)

im August 2014

Demontage der Bockwindmühle

Beginn der Arbeiten (August 2014)

 

Fernsehbericht aus
"Hallo Niedersachsen" (NDR)

 

Der abgebaute Mühlenkasten

Nach der Demontage
(September 2014)

 

 

 

Vor der Montage des Mühlenkastens
(Dezember 2014)

 

 

 Montage des Mühlenkastens
(18.12.2014)

 

Die Bockwindmühle Rethem stammt aus dem Jahre 1594 und ist damit eine der ältesten ihrer Art in Niedersachsen. Ursprünglich wurde sie nahe dem Dorf Bosse (Gemeinde Frankenfeld, SG Rethem) errichtet, seit 1925 steht sie unter Denkmalschutz. Im Jahr 1948 erfolgte die  Stilllegung des Bauwerks. Bereits 1953 kaufte der Landkreis Fallingbostel die Bockwindmühle  von einem privaten Eigentümer und machte sie der Stadt Rethem anlässlich des 600jährigen Stadtjubiläums zum Ehrengeschenk. Da sie bereits zum damaligen Zeitpunkt dem Verfall nahe war, wurde sie zunächst saniert und 1955 nach Restauration am heutigen Standort der Stadt Rethem übergeben. Nach schweren Schäden durch den Orkan am 13.11.1972 wurde sie erneut fachkundig restauriert. Aus dieser Zeit stammten auch die im Jahre 2009 aufgrund ihrer Abgängigkeit demontierten Flügelblätter. Im Jahr 2008/09 erfolgte eine weitere, bereits mehrere Jahre aufgeschobene, kleinere Sanierungsmaßnahme die die kurzfristige Standsicherheit gewährleisten sollte. Zum damaligen Zeitpunkt entschied sich die Stadt Rethem noch gegen eine große Sanierungsmaßnahme. Mehr über die Bockwindmühle erfahren Sie hier...