Waldkalkung in Privatwäldern im Großraum Dorfmark, Bad Fallingbostel und Walsrode

Waldkalkung in Privatwäldern im Großraum Dorfmark, Bad Fallingbostel und Walsrode.

Hubschrauber der Firma HeTraLog aus Hemer werden  voraussichtlich ab Montag, 17.August 2015 (34. Kalenderwoche) Kalk auf Waldflächen ausbringen.

Über 2.000 Hektar Privatwald der Forstbetriebsgemeinschaft Walsrode, betreut durch die Bezirksförstereien Allertal und Düshorn der Landwirtschaftskammer Niedersachsen - Forstamt Nordheide-Heidmark, werden im Zuge dieser Maßnahme aus der Luft gekalkt.    Ziel ist es, die negativen Auswirkungen der Schadstoffeinträge in die Wälder abzumildern, die Abwehrkräfte der Waldbestände zu stärken und den Waldboden langfristig zu regenerieren.

Durch die große Kronenoberfläche des Waldes werden die Schadstoffe wie durch einen Filter ausgekämmt. Die Nadeln und Blätter nehmen diese auf und mit dem Niederschlag gelangen die Schadstoffe in den Boden. In den vergangenen Jahren sind die eingetragenen Schwefel- und Stickstoffverbindungen deutlich zurückgegangen, die Werte sind aber immer noch zu hoch und werden im Waldboden in erheblichen Mengen gespeichert.

Ziel der Waldkalkung ist es daher, die sauren Einträge an der Bodenoberfläche abzupuffern und so einer weiteren Bodenversauerung entgegen zu wirken. Dadurch werden weniger schädliche Stoffe ausgewaschen, die Maßnahme dient somit auch dem Schutz des Grundwassers.

Außerdem werden die natürlichen Bodenfunktionen und die Durchwurzelbarkeit der Waldböden gefördert, was zu einer Verbesserung der Ernährungssituation, der Vitalität und der Stabilität der Waldbestände führt.

Um diese Ziele zu erreichen, werden der Kalk in „erdfeuchtem Zustand“ mit ca. drei Tonnen je Hektar ausgebracht. Die Ausbringung erfolgt per Hubschrauber aus der Luft. Aus Naturschutzsicht empfindliche Waldflächen und Waldbiotope wurden im Vorwege abgestimmt und werden von der Kalkung ausgespart. Ausreichende Sicherheitsabstände beispielsweise zu bebauten Gebieten und Straßen wurden schon in der Planungsphase berücksichtigt. Die zur Kalkung vorgesehenen Waldflächen werden, sofern sie Bedeutung für die Erholungsnutzung haben, in aller Regel kurz vor Beginn der Maßnahme durch Schilder und/oder Absperrungen kenntlich gemacht und gesperrt.

Während der Befliegung kann es daher zu kurzfristigen Einschränkungen der Erholungsnutzung im Wald kommen; das Betreten der Waldflächen ist zur Sicherheit der Besucher für die Dauer der jeweiligen Befliegung nicht gestattet. Für diese Einschränkungen bitten die Verantwortlichen des Forstamtes Nordheide-Heidmark um Verständnis.

Der naturbelassene Kalk ist im Übrigen nicht gesundheitsschädlich. Er führt allenfalls zu einer optischen Beeinträchtigung des Waldbildes, die die ersten Regenschauer wieder beseitigen.

Die Maßnahme wird voraussichtlich bis Ende September abgeschlossen sein.

Für weitergehende Fragen im Zusammenhang mit der praktischen Durchführung der Kalkungsmaßnahme stehen die Herren Hoffmann (0152-535 53 645) und Thomsen (04761-9942-194 ; 0179-73 41 230) zur Verfügung.

Aufgrund der Witterungsverhältnisse kann es zu kurzzeitigen Wegesperrungen kommen.