„Wildes Plakatieren“ nicht mehr zulässig


v.l. Heiko Badenhop, Gert Jastremski, Dr. Kathrin Wrobel, Frank Leverenz und Cort-Brün Voige



Viele Bushaltehäuschen in der Samtgemeinde Rethem befinden sich optisch in einem desolaten Zustand, da sie häufig für das Anbringen von Plakaten und privaten Hinweisen genutzt werden. Dieses hat dazu geführt, dass sie sich durch Plakatreste, Heftklammern und Reiszwecken zu Schandflecken in den Orten entwickelt haben. Aus diesem Anlass initiierte Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige in einer gemeinsamen Aktion mit den Bürgermeistern der vier Mitgliedsgemeinden die Maßnahme zur optischen Aufwertung der Buswartehäuschen und damit auch des Ortsbildes.

 

Das Anbringen von Plakaten an allen Buswartehäuschen und sonstigen öffentlichen Gebäuden und Vorrichtungen ist ohne Genehmigung des Eigentümers nicht zulässig. Bisher wurde dieses „wilde Plakatieren“ in den Gemeinden der Samtgemeinde Rethem stillschweigend geduldet. Nur die Gemeinde Häuslingen achtet bereits seit mehreren Jahren darauf, dass die Wartehäuschen nicht zweckfremd zu Werbezwecken genutzt werden.

 

Die am meisten betroffen Buswartehäuschen werden nun mit einem Hinweisschild „Plakate anbringen verboten“ versehen. An insgesamt elf Buswartehäuschen werden im kommenden Monat neue Korkpinnwände, sogenannte „Schwarze Bretter“, angebracht. Ausschließlich an diesen Pinnwänden können in Zukunft die gewünschten Bekanntmachungen, Plakate und Hinweise weiterhin ohne Genehmigung angebracht werden. Diese Regelung gilt zukünftig für alle Buswartehäuschen in der Samtgemeinde Rethem, auch dort wo kein Hinweisschild „Plakate anbringen verboten“ vorhanden ist.

 

Ab 07. Dezember 2015 werden die Buswartehäuschen einmalig gründlich von Plakatresten, Reiszwecken und Heftklammern gesäubert. Direkt im Anschluss werden die Hinweisschilder und die Pinnwände angebracht.

 

Die Bürgermeister rufen alle Einwohnerinnen und Einwohner auf, in Zukunft ausschließlich die „Schwarzen Bretter“ und bereits vorhandenen Bekanntmachungstafeln für Bekanntgaben zu nutzen und somit einen ganz persönlichen Beitrag für ein schöneres Ortsbild zu leisten. Herzlichen Dank!

 

Ein Hinweis zum Schluss:

„Wildes Plakatieren“ ohne Einwilligung des Eigentümers ist eine Ordnungswidrigkeit und kann unter Umständen darüber hinaus als Sachbeschädigung nach § 303 Strafgesetzbuch (StGB) geahndet werden. Bei Wiederholungstätern ist vorgesehen das Ordnungsamt der Samtgemeinde Rethem einzuschalten. Zumindest die Reinigungskosten werden in diesem Falle als Schadensersatz gelten gemacht.